Weitere Erben nach Immobilienerbe auszahlen

© Eisenhans - Fotolia.com
In der jüngeren Vergangenheit gab es immer mehr Erbschaften, die unter anderem auch eine Immobilie beinhalteten. Nach Ansicht der meisten Experten wird sich dieser Trend weiter fortsetzen, sodass in einigen Jahren davon auszugehen ist, dass mehr als 25 Prozent aller Erbschaften eine Immobilie enthalten. Meistens sind es mehrere Parteien, die sich die Erbschaft untereinander aufteilen müssen. Bei einem Immobilienerbe führt dies häufig dazu, dass ein Erbe die anderen Erben auszahlen muss. Wenn sich mehrere Parteien ein Immobilienerbe teilen müssen, führt dies in der Praxis häufig dazu, dass es einen Erben gibt, der Eigentümer der Immobilie wird und die anderen Erben zuvor auszahlen muss. Erben drei Kinder beispielsweise von ihrem verstorbenen Vater ein Haus, welches einen aktuellen Verkehrswert von 300.000 Euro hat, so würde jedes der drei Kinder im Grunde den Gegenwert von 100.000 Euro erben. Entschließt sich nun beispielsweise der Sohn, die Immobilie zu bewohnen und deren Eigentümer zu werden, so müsste er an seine zwei Schwestern jeweils 100.000 Euro zahlen bzw. den im Einzelfall ermittelten Wert des Hauses. Soll eine solche Auszahlung der übrigen Erben stattfinden, muss der neue Immobilieneigentümer oftmals ein Baudarlehen aufnehmen, da selten die finanziellen Mittel vorhanden sind, um Beträge im sechsstelligen Bereich liquidieren zu können.

Anzahl der Immobilienerbschaften wird zunehmen

Studien zufolge ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Immobilienerbschaften zukünftig weiter zunehmen wird. In dem Zusammenhang ist ferner festzustellen, dass es eine Verschiebung hinsichtlich der Art der Immobilie gibt. Während es bisher in mehr als 55 Prozent aller Fälle Einfamilienhäuser sind, die vererbt werden, ist in der Zukunft davon auszugehen, dass sich insbesondere der Anteil der Eigentumswohnungen deutlich erhöhen wird, der bisher bei rund 15 Prozent liegt. Im Gegensatz zu einem Einfamilienhaus ist es bei einer Eigentumswohnung in aller Regel so, dass diese nicht von mehreren Parteien bewohnt wird. Während ein Einfamilienhaus beispielsweise auch von den zwei vorhandenen Erben gemeinsam genutzt werden kann, muss die Eigentumswohnung nahezu immer einem der vorhandenen Erben „zugesprochen“ werden. Daraus folgt, dass es bei einer geerbten Eigentumswohnung fast immer so ist, dass ein Erbe die übrigen Miterben auszahlen muss. Der Baukredit ist hier sicherlich das Mittel, welches am besten geeignet ist. Denn zum einen ist ein gewöhnlicher Ratenkredit meistens für die benötigte Summe nicht ausreichend und zum anderen sind die Bauzinsen deutlich niedriger als diejenigen Zinsen, die der Kreditnehmer bei einem gewöhnlichen Ratenkredit zahlen muss.

Über den Autor

Oliver BaumannsAlle Artikel von Oliver Baumanns