Angebliche Erbschaften als Betrugsmasche

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Erben und vererben lockt auch Betrüger! Leider gibt es immer wieder neue Betrugsmaschen, mit denen zahlreiche Bürger reingelegt werden sollen. Auch vor angeblichen Erbschaften machen die Betrüger keinen Halt, wie ein aktueller Fall aus Jena zeigt. In diesem Fall lehnte eine Frau aus der ostdeutschen Stadt glücklicherweise eine angebliche Erbschaft über die Summe von 37 Millionen Dollar ab. Aktuell gibt die Polizei in Jena eine Warnung bezüglich einer Masche heraus, im Zuge derer die Betrüger ihren Opfern angebliche Erbschaften versprechen, die meistens einen Vermögenswert von mehreren Millionen Euro haben sollen. Erst vor kurzer Zeit erhielt eine Frau aus Jena eine entsprechende Mitteilung, die angeblich von einem Rechtsanwalt aus den Arabischen Emiraten stammen sollte. In dem Schreiben wurde der Frau mitgeteilt, dass sie eine Erbschaft über umgerechnet mehrere Millionen Euro gemacht hätte. Wie die Polizei in Jena klarstellte, handelt es sich bei dieser versprochenen Erbschaft um nichts anderes als eine dreiste Betrugsmasche. Das Ziel der Betrüger besteht nämlich ausschließlich darin, zum einen die Kontodaten der angeblichen Erben zu erhalten und zum anderen auch noch deren Erspartes einkassieren zu wollen. Schon vor dieser neuen Masche gab es immer wieder Betrugsversuche ähnlicher Art, die in aller Regel über gesendete E-Mails durchgeführt wurden. In diesen E-Mails wurde meistens über eine angebliche Millionenerbschaft informiert, wobei der Empfänger allerdings zunächst einmal eine bestimmte Summe zahlen sollte, damit das Geld auch angewiesen werden könne. Da solche E-Mails allerdings immer häufiger durch gute Spamfilter aussortiert werden, scheinen manche Betrüger jetzt dazu überzugehen, Mitteilungen per Post zu versenden.

Briefe wirken noch authentischer

Die versendeten Briefe bieten dem Betrüger bisher unter anderem den Vorteil, dass diese authentischer als eine E-Mail wirken. Viele Verbraucher glauben dem gedruckten Papier nach wie vor mehr, als wenn sie lediglich eine online versendete E-Mail erhalten würden. Sowohl die häufig vorhandenen Briefköpfe als auch die Tatsache, dass der Absender Porto zahlen muss, gaukeln den Empfängern Seriosität vor. In dem bereits angesprochenen Fall wurde der Frau aus Jena durch einen solchen Brief von einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei aus den Arabischen Emiraten mitgeteilt, dass ein bekannter Mandant verstorben sei, der darüber hinaus zufällig den gleichen Namen wie die Frau tragen würde. Darüber hinaus sollte angeblich ein Testament vorliegen, über welches der Rechtsanwalt verfügen könne und der Jenarerin anbieten möchte. Konkret sollte die Frau 40 Prozent des gesamten Vermögens erhalten können, sie müsse dazu lediglich zunächst eine gewisse Summe überweisen, was die Frau glücklicherweise nicht tat.

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Oliver BaumannsAlle Artikel von Oliver Baumanns